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Fiat Ducato 160 PS: Die Motorisierung kehrt zurück — exklusiv für Wohnmobile ab Modelljahr 2027

Magazin
6. Juli 2026·5 Min.

Wer in den letzten Jahren ein Wohnmobil auf Basis des Fiat Ducato konfiguriert hat, kannte die Lücke: Zwischen der soliden 140-PS-Einstiegsvariante und dem 180-PS-Topmodell fehlte ein vernünftiger Zwischenschritt — und der Aufpreis auf die 180-PS-Version war in der Praxis nicht selten im mittleren vierstelligen Bereich. Mit dem Modelljahr 2027 reaktiviert Stellantis den 160-PS-Ducato — exklusiv für die Wohnmobilbranche.

Die wichtigste Einschränkung vorweg, denn sie betrifft die meisten Camper: Für die klassischen Wohnmobile bis 3,5 Tonnen — und damit für nahezu alle gängigen Kastenwagen von Pössl und Co. — ist der 160-PS-Motor Stand heute gar nicht bestellbar. Er ist zunächst ausschließlich für die schwerere Heavy-Duty-Basis (4.100 kg) freigegeben. Warum das so ist und für wen sich die Neuheit trotzdem lohnt, klären wir in diesem Artikel.

Die fehlende Mitte zwischen 140 und 180 PS

Wer ein teilintegriertes Wohnmobil oder einen gut beladenen Kastenwagen mit Anhängerkupplung bewegt, kennt das Dilemma: 140 PS sind in der Ebene gut beherrschbar, stoßen mit vollem Gepäck und Anhänger in den Bergen aber gelegentlich an ihre Grenzen. Die 180-PS-Topversion löst das Problem, kostet aber erheblich mehr.

Der reaktivierte 2,2-Liter-Turbodiesel Multijet 3 — 118 kW (160 PS), ausgelegt als Heavy-Duty-Variante nach Abgasnorm Euro 6e und vollständig für den Betrieb mit HVO-Diesel (Hydrotreated Vegetable Oil) freigegeben — würde genau diese Lücke schließen: ausreichend Drehmoment und Kraftreserven für souveränes Reisen, ohne den Preisunterschied zur 140-PS-Variante explodieren zu lassen. Der Haken steckt in der Chassis-Freigabe (siehe unten).

Die fehlende Mitte zwischen 140 und 180 PS

Schaltgetriebe oder Automatik: Du hast die Wahl

Ein entscheidender Vorteil der 160-PS-Variante betrifft die Getriebekombination. Im Vergleich zur 180-PS-Topmotorisierung, die Stellantis ausschließlich mit der 8-Gang-Wandlerautomatik ausliefert, bleibt der neue Multijet 3 mit 160 PS auch mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe konfigurierbar — das senkt die Anschaffungskosten für preisbewusste Camper spürbar.

Schaltgetriebe oder Automatik: Du hast die Wahl

Fiat Ducato 160 PS — Getriebeoptionen im Vergleich

GetriebeDrehmomentIdeal für
Sechsgang-Schaltgetriebe (MT6)380 NmKlassisches Fahrgefühl, günstigere Anschaffung, weiterhin starke Fangemeinde im Kastenwagensegment.
Achtgang-Wandlerautomatik (AT8)400 NmMaximaler Komfort auf langen Etappen; softwareseitig 20 Nm mehr Drehmoment als das Schaltgetriebe.

Exklusiv für die Wohnmobilbranche — eine strategische Entscheidung von Stellantis

Bemerkenswert ist die Vertriebsstrategie von Stellantis Pro One — der gewerblichen Fahrzeugsparte, die den Ducato unter der Marke Fiat Professional vermarktet: Den 160-PS-Multijet-3-Ducato gibt es ausschließlich für Wohnmobilhersteller. Handwerksbetriebe, Paketdienste oder klassische Nutzfahrzeug-Flottenkunden können diese Motorisierung nicht bestellen. Stellantis reagiert damit direkt auf die besonderen Anforderungen von Campern — das Reisegewicht liegt dauerhaft nahe der 3,5-Tonnen-Grenze, was einen grundlegend anderen Antriebsbedarf ergibt als im städtischen Lieferverkehr.

Erste namhafte Hersteller haben den Motor bereits für die kommende Saison in ihre Optionslisten aufgenommen. Weinsberg nennt die 160-PS-Variante explizit für neue Sondermodelle. Weitere Details zu den Wohnmobil-Neuheiten 2027 werden zum Caravan Salon Düsseldorf erwartet, wenn die Hersteller ihre vollständigen Preislisten veröffentlichen.

Exklusiv für die Wohnmobilbranche — eine strategische Entscheidung von Stellantis

Der Haken: 160 PS zunächst nur auf dem Heavy-Duty-Chassis

Und hier kommt die schlechte Nachricht für die allermeisten Camper: Den 160-PS-Motor gibt es Stand heute NICHT für die klassischen Wohnmobile bis 3,5 Tonnen. Die 118 kW (160 PS) sind ausschließlich für die Heavy-Duty-Ausführung auf der schwereren 4.100-kg-Basis freigegeben. Nahezu alle gängigen Campervans bis 3,5 Tonnen — auch die Kastenwagen von Pössl — werden von den Herstellern jedoch auf der 3.500-kg-Basis gebaut und gehen bei der neuen Motorisierung damit vorerst komplett leer aus. Profitieren können bislang nur Modelle, die von Beginn an für mehr als 3,5 Tonnen ausgelegt sind.

Und es nützt auch nichts, einfach das Heavy-Chassis beziehungsweise das Maxi-Fahrwerk zu wählen: Zwar ließe sich das Fahrzeug damit auf bis zu 4,25 Tonnen auflasten — technisch bleibt es aber die 3.500-kg-Basis und eben nicht die 4.100-kg-Heavy-Duty-Basis, für die der 160-PS-Motor freigegeben ist. Die Auflastung ändert also nichts an der Motorverfügbarkeit.

Die spannende offene Frage lautet daher: Hebt Stellantis diese Einschränkung bis zur großen Modellvorstellung auf dem Caravan Salon Düsseldorf Ende August 2026 doch noch auf? Gut möglich, dass die Big Player der Branche — Pössl, Clever, Adria und Knaus — die Potenziale dieser Angebotserweiterung aufzeigen und den Druck erhöhen. vanvergleich.de verfolgt die Entwicklung und aktualisiert die konfigurierbaren Motorisierungen, sobald sich der Verfügbarkeitsstatus ändert.

Der Haken: 160 PS zunächst nur auf dem Heavy-Duty-Chassis

Nicht nur Fiat: Auch Citroën Jumper, Peugeot Boxer und Opel Movano profitieren

Obwohl Stellantis das 160-PS-Comeback primär unter der Flagge von Fiat Professional ankündigt, betrifft das Motoren-Update auch die baugleichen Schwestermodelle Citroën Jumper, Peugeot Boxer und Opel Movano. Da alle vier Marken auf derselben 2,2-Liter-Multijet-3-Triebwerksplattform basieren, profitiert die gesamte Stellantis-Großchassis-Familie im Caravaning-Bereich ab dem Modelljahr 2027 von der neuen Zwischenstufe.

Das ist besonders relevant für Käufer, die aus Preisgründen bewusst zu einer der günstigeren Schwestermarken tendieren: Wer beim Kastenwagen auf Citroën Jumper oder Peugeot Boxer setzt, um einige tausend Euro gegenüber dem Fiat zu sparen, muss beim Antrieb künftig auf nichts verzichten. Der Multijet 3 mit 160 PS steht markenübergreifend in beiden Getriebeversionen — MT6 und AT8 — zur Verfügung.

Nicht nur Fiat: Auch Citroën Jumper, Peugeot Boxer und Opel Movano profitieren

Fazit: Lohnt sich das Warten auf Modelljahr 2027?

Wem 140 PS etwas zu defensiv sind und die 180 PS schlicht zu teuer — für den ist der 160-PS-Ducato ab Modelljahr 2027 grundsätzlich die fehlende Wunschoption. Der entscheidende Vorbehalt bleibt jedoch die Chassis-Frage: Solange der Motor nur auf der 4.100-kg-Heavy-Duty-Basis verfügbar ist, geht die Mehrheit der klassischen 3,5-Tonnen-Campervans vorerst leer aus. Ob Stellantis diese Hürde bis zum Caravan Salon Düsseldorf noch räumt, ist die wichtigste offene Frage der Saison.

Auf vanvergleich.de werden alle verfügbaren Motorisierungen aktualisiert, sobald die Händlerpreislisten für das Modelljahr 2027 einlaufen — so lässt sich der Aufpreis für den 160-PS-Motor direkt mit der eigenen Wunschausstattung im Konfigurator vergleichen.

Fazit: Lohnt sich das Warten auf Modelljahr 2027?

Wann kommt der Fiat Ducato mit 160 PS?

Stellantis hat den 160-PS-Ducato für das Modelljahr 2027 angekündigt. Weinsberg und weitere Wohnmobilhersteller haben ihn bereits in ihre Optionslisten aufgenommen. Genaue Bestellzeitpunkte kommunizieren die Händler individuell.

Gibt es den Fiat Ducato 160 PS auch für 3,5-Tonnen-Campervans?

Nein. Der 160-PS-Motor ist Stand heute ausschließlich für die Heavy-Duty-Ausführung auf der 4.100-kg-Basis freigegeben. Nahezu alle Campervans bis 3,5 Tonnen basieren jedoch auf der 3.500-kg-Basis und können den Motor deshalb vorerst nicht erhalten. Auch eine Auflastung auf 4,25 Tonnen über das Maxi-Fahrwerk hilft nicht, da das Fahrzeug technisch die 3.500-kg-Basis behält. Ob Stellantis die Einschränkung bis zum Caravan Salon Düsseldorf Ende August 2026 aufhebt, ist offen.

Gibt es den 160-PS-Motor für einen Pössl?

Nein, in aller Regel nicht. Es gibt den 160-PS-Motor ab Modelljahr 2027 zwar grundsätzlich, aber nur für die Heavy-Duty-Basis (4.100 kg). Die Pössl-Kastenwagen bis 3,5 Tonnen stehen auf der 3.500-kg-Basis und sind damit von der neuen Motorisierung vorerst ausgeschlossen — auch eine Auflastung ändert daran nichts. Für einen klassischen 3,5-Tonnen-Pössl bleibt es Stand heute bei 140 PS oder 180 PS.

Warum gibt es den Fiat Ducato 160 PS nur für Wohnmobile?

Stellantis produziert die 160-PS-Variante exklusiv für die Wohnmobilbranche. Camper bewegen ihr Fahrzeug dauerhaft nahe der 3,5-Tonnen-Grenze — ein Szenario mit ganz anderem Antriebsbedarf als der kurzweilige Stadtlieferverkehr. Handwerksbetriebe und Flottenkunden können diese Motorisierung nicht bestellen.

Was ist der Unterschied zwischen Fiat Ducato 160 PS Schaltgetriebe und Automatik?

Das Sechsgang-Schaltgetriebe (MT6) liefert 380 Nm Drehmoment. Die Achtgang-Wandlerautomatik (AT8) ist softwareseitig auf 400 Nm kalibriert und bietet mehr Komfort auf langen Etappen. Beide Getriebe sind in der 160-PS-Klasse frei wählbar — beim 180-PS-Modell führt in der Praxis kaum ein Weg an der Automatik vorbei.

Was ist der Unterschied zwischen Fiat Ducato 140 PS, 160 PS und 180 PS?

Der 140-PS-Ducato ist der Einstieg: solide für normales Fahren, aber mit wenig Reserve bei Bergfahrten mit Vollbeladung. Der 160-PS-Motor (ab Modelljahr 2027, exklusiv für Wohnmobile) ist die goldene Mitte — mehr Drehmoment und Kraftreserven bei deutlich geringerem Aufpreis als die 180-PS-Topversion. Die 180 PS bieten maximale Leistung, sind in der Praxis meist an die Automatik gebunden und kosten spürbar mehr.

Gibt es den neuen 160-PS-Motor auch für Citroën Jumper, Peugeot Boxer und Opel Movano?

Ja. Da Fiat Ducato, Citroën Jumper, Peugeot Boxer und Opel Movano seit dem Modelljahr 2025 alle auf derselben 2,2-Liter-Multijet-3-Triebwerksplattform von Stellantis Pro One basieren, betrifft das 160-PS-Update die gesamte Großchassis-Familie. Wer aus Preisgründen zum Jumper oder Boxer greift, bekommt dieselbe Motorisierung — inklusive freier Getriebeauswahl zwischen MT6 (380 Nm) und der 8-Gang-Automatik AT8 (400 Nm).

Kann ich den Fiat Ducato 160 PS auf vanvergleich.de konfigurieren?

Auf vanvergleich.de werden die Motoroptionen aktualisiert, sobald die Händlerpreislisten für das Modelljahr 2027 vorliegen. Die Plattform zeigt alle wählbaren Motorisierungen inklusive Aufpreis direkt im Konfigurator an und vergleicht gleichzeitig passende Lager- und Vorlauffahrzeuge deutschlandweit.

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